Rügen-Retreat im Frühling 2026 / im Winter geschrieben...
Einst ward ich an der Küste, als es blühte. Es kommt ja bei Weitem nicht alles auf einmal hervor. Es war Gesträuch, hart gegerbt vom Winde, das ich nicht kannte, nahe dem Ufer, wo das Land sich steil aus dem Wasser hebt. Selbst die Tiere durften schon auf der Heide grasen. Denn das Licht, alles kommt vom Licht, traf aus wieder stetig wachsender Höhe auf das Leben herab, es zu animieren, sich zu öffnen, sich zu zeigen und so auch zu feiern den All-Zusammenhang, der uns zuerst am Phänomen, am Nun-wieder-zur-Blüte-kommen, entgegentritt. Das wird, was auch geschehe, immer: Immer so sein.
Wir werden die Fenster öffnen. Und manch einer hat eine Terrasse zu eigen und tritt am Morgen durch die lange Tür auf sie hinaus: Das erste Frühstück - das Licht und die Luft. Und diejenigen mit dem Balkon haben den Himmel über sich als erste stärkende Speise. Und andere wieder ertasten den Uferrand und gar mutig das Wasser, das immer Belebende, weil es selbst das urförmigste Leben ist. Im Yogaraum fällt im Anfang die Sonne in breiten Streifen auf den Eichenboden. Ich halte meine Hand hinein. Vom Fenster, vom Heiligen Buche her, erblicke ich die Menschen, die die Landschaft suchen.
Yoga schenkt uns Beziehung. Wir springen über den tiefen Graben: In unser Herz. Auch wir gehören in den großen Zusammenhang! Wie jeder Fisch und jeder Halm. Wir dürfen erwachen zu jeder Zeit. Nun aber ist Frühling, und wir schließen uns an. Es ist die Liebe, die den Spürsinn nach innen und außen begleitet, die uns heilt in jeder Hinsicht: Bei sich sein zu können mit entspanntem Gemüt. Ausatmung landet im Herzen, Wunde schließt sich zu. Wir glauben an die Eminenz der uns wollenden Kraft - dass wir sie auch erleben können, angeschlossen am Phänomen unseres sinnigen Körpers.
23.02.2026